Fritz Ohlhof

Am 3. Dezember 1889 in Hamburg geboren, ging er achtzehnjährig nach Mainz. Hier wurde er später Redakteur der »Mainzer Volkszeitung« und war Abgeordneter des Hessischen Landtages und des Mainzer Stadtrates. Nachdem er die SPD wieder verlassen hatte, fand in seiner Wohnung 1931 die Gründung der hiesigen SAP (Sozialistische Arbeiterpartei) statt. Fritz Ohloff organisierte sich nach der Machtübertragung an die Nazipartei im illegalen Widerstand der Mainzer Arbeiterbewegung, sorgte u. a. für die Herausgabe der illegalen Zeitung »Rote Vilzbach«.

Am 4. Mai 1936 wurde er wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« verhaftet, im Gestapo Gefängnis in Frankfurt und anschließend im Zuchthaus Butzbach sieben Jahre inhaftiert. Ab Dezember 1943 war er Häftling im Konzentrationslager Buchenwald und beteiligte sich am Lagerwiderstand. Nach der Befreiung kehrte er nach Mainz zurück, wurde als KPD-Mitglied wieder Redakteur der »Volkszeitung« und gründete die »Gemeinnützige Wiederaufbaugesellschaft«

Durch einen Verkehrsunfall kam er bereits am 18. Februar 1946 in Mainz ums Leben.

Fritz Ohlhof - Linoldruck von Thilo Weckmüller